Ländergrenzsteine

Landesgrenzsteine sind Markierungen, die den Verlauf von Grenzen wieder geben sollten. Historisch gesehen waren sie wichtige Bestandteile eines Grenzverlaufes und spiegelten den Herrschaftsanspruch von Herzögen, Grafen und sogar Königen wieder.

Die erste Errichtung eines Grenzsteines am Rennsteig erfolgte im Jahr 1513 mit dem Kurfürstenstein. Am Rennsteig gibt es zwei Arten von Grenzsteinen, zum einen die Ländergrenzsteinen, die die Grenze zwischen einzelnen Territorien anzeigten und die Dreiherrensteine, die die Grenze von gleich drei Einflussgebieten unterschieden. Der Rennsteig hat in seinem ganzen Verlauf etwa 80km Landesgrenzen enthalten und war damit mit einer Vielzahl von Grenzsteinen bestückt gewesen.

Nicht alle Steine haben die Jahrzehnte überstanden. Von einst in etwa 1007 Steinen existieren heute noch etwa 788 Steine. Ländergrenzsteine wie auch die Dreiherrensteine gehören zum Bild des Rennsteiges seit Anbeginn und sind nicht mehr wegzudenken. Sie katapultieren den geneigten Wanderer in eine längst vergangene Zeit und lassen interessierte Begeher des Rennsteiges an ihrer langen Geschichte teilhaben. Die Grenzsteine des Rennsteiges mit ihren Verzierungen und Inschriften bieten eine vielfältige Möglichkeit, das allgemein Wissen aufzustocken. Eine Übersicht von Grenzsteinen und anderen Wegsteinen befindet sich im Rennsteigmuseum in Neustadt am Rennsteig. Das Museum wird unterhalten vom Rennsteigverein und bietet seinen Besuchern eine reihe von Möglichkeiten, die sich nicht nur um die Geschichte der Grenzsteine drehen. Der Rennsteig bietet seinen Besuchern einen wundervollen Wandergenuss durch eine atemberaubende Landschaft und gleichzeitig die Möglichkeit, am Wegesrand durch die Geschichte zu wandern. Eine atemberaubende Mischung aus Kultur und Genuss.

Die Geschichte der Ländergrenzsteine am Rennsteig ist lang und die Vielfalt der Steine großartig. Der Rennsteig lädt ein, die Geschichte zu durchwandern.

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