Dreiherrensteine

Die Dreiherrensteine am Rennsteig sind ein Überbleibsel der langen wechselvollen Geschichte des Fernweges. Dreiherrensteine sind Grenzsteine mit den markiert werden sollte, wer in diesem Abschnitt der Herr ist. Die Tradition des Setztens von Grenzsteinen wie den Dreiherrensteinen begann circa im 15. Jahrhundert. Steine wurden daher verwendet, da sie die Zeiten überdauern konnten und somit gewährleistet wurde, dass die Grenzen somit auf Jahrzehnte hinaus markiert waren.

Viele Steine die einst den Weg des Rennsteiges säumten sind heute leider nicht mehr erhalten, aber dafür andere um so besser. Die Inschriften beinhalten in der Regel das Kurzzeichen der Anlieger und die Jahreszahl. Dreiherrensteine haben gegenüber normalen Ländergrenzsteinen den Unterschied das an ihren Aufstellungsstellen die Territorien von gleich drei Herrschaftsgebieten aufeinandertrafen. Einst gab es auf dem Rennsteig an die 13 Dreiherrensteine von denen auch heute noch 9 erhalten sind. Die lange Lebensdauer, die dieser Art von Grenzbefestigung vorausgesagt wurde, hat sich also bewahrheitet. Der Berühmteste unter den Dreiherrensteinen ist ohne Zweifel der „große Dreiherrenstein“. Der Stein stammt aus dem Jahr 1596 und geht auf die Auswirkungen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und seines allmählichen Zerfalls zurück. Der Stein hat außerdem die Besonderheit das Er die geografische Mitte des Rennsteiges symbolisiert.

Die einst so wichtigen Grenzsteine des Rennsteiges sind heute wichtige Denkmäler ihrer Zeit und haben oft eine beeindruckende Geschichte zu erzählen. Nicht selten ging dem Aufstellen eines neue Grenzsteins Lug und Betrug und vielleicht sogar ein Mord voraus. Die Zeiten, aus denen die Steine stammten, waren alles andere als Goldene.

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